Das V.D.M.I. - FAQ rund um Corona

1. Mein Betrieb wurde aufgrund von einer Corona-Infektion durch behördliche Auflagen geschlossen. Ist die Betriebsschließung mitversichert?

In der Regel ist der Betriebsunterbrechungsschaden nur bei sogenannten Sachgefahren (z.B. Feuer, Einbruch etc...) versichert. Diese Policen greifen bei einer Betriebsschließung aufgrund von Corona nicht. Ausnahmen hierzu findet man im Bäckerhandwerk - hier ist der Betriebsschließungsschaden versichert, bis das gesamte Gebiet zu einem Sperrgebiet erklärt wird.

 

2. Was kann ich tun, wenn Verdienstausfälle durch die Freistellung von Mitarbeitern, Auftragseinbrüche oder Betriebsschließung entstehen.

a. Kurzarbeitergeld - Agentur für Arbeit

Durch die aktuelle Pandemie können Unternehmen bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld beantragen. Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus

https://www.bmas.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/kurzarbeitergeld-wird-erleichtert.html

 

b. Unterstützungsmöglichkeiten des Landes Hessens und des Bundes

Das Land Hessen als auch der Bund bieten verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten, um die Liquidität betroffener Unternehmen sicher zu stellen. Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.wibank.de/wibank/corona

 

c. Hilfen des Bundesfinanzministerium

Der Bund hat am vergangenen Freitag, den 13.03.2020 ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um Unternehmen, welche von der Pandemie betroffen sind zu unterstützen.

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Oeffentliche_Finanzen/2020-03-13-Schutzschild-Beschaeftigte-Unternehmen.html

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/2020-03-13-Corona-FAQ.html

 

d. Hilfen des Landes Hessen

Für aufgrund des Coronavirus' in Schwierigkeiten geratene Unternehmen bietet das Land Hessen Unterstützung an.

https://wirtschaft.hessen.de/presse/pressemitteilung/coronahilfen-fuer-unternehmen 

 

Weiterführende Informationen der IHK Darmstadt:

https://www.darmstadt.ihk.de/produktmarken/beraten-und-informieren/recht-und-fair-play/arbeitsrecht/arbeitsrecht/corona-4712850 

 

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums speziell für Unternehmer:

030 18615 1515

 

Wichtig für alle Fördermittel und Unterstützungen:

Gehen Sie im Bedarfsfall schnellst möglich auf Behörden und Ämter zu und beantragen Sie gewünschte Unterstützungsleistungen. Nur dann können Ihnen Hilfen zugesichert werden.

 

3. Wie kann ich meine Mitarbeiter schützen?

Beachten Sie bitte die Hinweise zu arbeitsrechtlichen Auswirtkungen des Bundesministerium für Arbeit und Sozialses (BMAS)

https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html?nn=76090

 

  • Achten Sie auf die Einhaltung von Hygienemaßnahmen
    (siehe https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Haendehygiene/Haendehygiene_node.html)
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit anderen Personen und versuchen Sie Personal in vorhandenen Räumlichkeiten zu trennen bzw. lagern Sie Mitarbeiter wenn möglich ins Home-Office aus
  • Organisieren Sie Kundentermine, Koopertationstermine oder sonstige Zusammenkünfte via Webkonferenz oder verschieben Sie diese bis auf weiteres
  • Geben Sie Anweisungen für
    • den Fall auftretender Krankheitssymptome bei Mitarbeitern (z.B. bei auftretenden Symptomen kein Arbeitsantritt)
    • Umgang mit Geräte und Einrichtung (z.B. Reinigungsintervalle / Desinfektion

 

4. Was passiert, wenn Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt werden?

Das Gesundheitsamt kann nach § 29 und § 30 Infektionsschutzgesetz Menschen unter Quarantäne stellen. Wenn der Betroffene krank ist, gelten die Regeln für eine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Mitarbeiter, die ohne Krankheit vorsorglich unter Quarantäne stehen, haben einen gesetzlichen Anspruch auf Verdienstausfall in Höhe ihres Nettoentgeltes. Den übernimmt zunächst der Arbeitgeber; innerhalb von drei Monaten kann er nach § 56 Infektionsschutzgesetz einen Antrag auf Erstattung der ausgezahlten Beträge stellen.

Selbiges gilt auch für Freiberufler und Selbstständige. Diese können gemäß dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten einen Ersatz des Verdienstausfalls beantragen.

 

5. Was können Unternehmen kurzfristig tun?

Sichern Sie kritische Abläufe Ihres Unternehmens bestmöglich für den Fall einer betriebl. Quarantäne ab wie z.B.

  • Bearbeitung physische Post
  • Telefonische Erreichbarkeit
  • Rechnungsein- und ausgang
  • Vollmachten für Bankgeschäfte

Weitere Informationen:

Einrichtung eines Nachsendeauftrag: https://shop.deutschepost.de/nachsendeservice-beauftragen

Einrichtung Lagerservice: https://shop.deutschepost.de/shop/nachsenden-lagern/lagerservice.jsp

 

6. Wo erhalte ich weitere Informationen?

DIHK: https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/coronavirus

Kreishandwerkerschaften: https://www.diekreishandwerkerschaften.de/startseite.html

Gesundheitsministerium: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

 

7. Wie können sich Unternehmen auf solche Ereignisse zukünftig vorbereiten?

Klar ist, das solche Ereignisse stets unerwartet statt finden. Mit einem guten Risikomanagement in Kombination mit einem vorbereiteten Notfallplan können Abläufe optimiert werden. So können Sie sich in schweren Zeiten auf Krisenbewältigung konzentrieren und werden nicht unnötig von organisatorischen Hürden aufgehalten.

 

 


 
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